SOTRALENTZ Métal Industries schafft alternative Abhilfe für den Mangel an qualifizierten Arbeitnehmern
   
SOTRALENTZ Métal Industries ist seit mehreren Generationen in Drulingen im Elsass angesiedelt ; die Firma plant und fertigt überdimensionierte Kesselbau-Elemente.

Die Sotralentz-Filiale beschäftigt im Schnitt circa 220 Mitarbeiter, sah sich jedoch im Laufe der Zeit mit einem Rückgang ihrer Belegschaft konfrontiert.
Inzwischen hat SOTRALENTZ Métal Industries Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter in ihrem Kerngewerbe einzustellen: dem Kesselbau.

Im Einzugsgebiet von DRULINGEN ist die Arbeitslosenquote eher gering. Zudem gibt es nicht genügend Auszubildende in der Grundausbildung zum Kesselbauer und die Ausbildung selbst erfüllt nicht die spezifischen Anforderungen von SOTRALENTZ im Hinblick auf die Verarbeitung von Starkblech.
Daher sieht sich SOTRALENTZ Métal Industries außerstande, qualifizierte Schweißer und Kesselbauer einzustellen.

Um gegen dem Qualifikationsmangel zu steuern, hat SOTRALENTZ ein Ausbildungsprojekt ins Leben gerufen, mit dem Arbeitsuchende zu Starkblech-Schweißern ausgebildet werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, rund zehn Arbeitsuchende in einer einjährigen Schulung zum Schweißer auszubilden, um diese danach einzustellen.

Projektabwicklung:
Zwölf Auszubildende haben sich für diesen Ausbildungsgang qualifiziert. Um der Gruppe ein einheitliches Niveau zu verschaffen, erhielt sie eine fünfmonatige Grundausbildung beim ITC-Ausbildungszentrum von DRULINGEN:
- Auffrischung der Kenntnisse in Französisch, Mathematik und Logik
- Einweisung in das Lesen der Zeichnungen, in die Fachbegriffe, Sensibilisierung in Sicherheitsfragen, gewerbliche Rechentechniken, Einführung in die Schweißtechnik usw.
Sensibilisierung für Kommunikation, Teamarbeit, die wirtschaftliche Rolle des Unternehmens.

Die Bewerber werden anschließend durch die Firma GEIQ Indus Alsace eingestellt und SOTRALENTZ für ein Jahr überlassen, wobei ca. 525 Ausbildungsstunden durch eine externe Ausbildungseinrichtung gewährleistet werden (ITC).

Nach Ablauf dieser Vorqualifikation wollten 9 Auszubildende den Ausbildungsgang fortsetzen.

Um den Erfolg dieser Maßnahme im Hinblick auf die Abschlussquote der Absolventen zu sichern, wird besonderes Augenmerk auf die Betreuung der Arbeitnehmer gerichtet.
Jeder Arbeitnehmer wird permanent durch zwei Tutoren betreut, die eine spezielle Schulung zu diesem Zweck genossen haben.

Einer der Tutoren ist selbst Arbeitnehmer unserer Firma, er ist für die berufliche Betreuung und den Erwerb des spezifischen SMI-Know-hows zuständig sowie für die Überleitung der erworbenen Theorie in berufliche Kompetenz.
Als zweiter Tutor fungiert der Entwicklungsbeauftragte von GEIQ INDUS ALSACE; dieser ist für die beruflich-soziale Betreuung des Arbeitnehmers zuständig.
Die Tutoren stehen zudem in ständiger Verbindung mit den Ausbildern des ITC.
Der Ausbildungsvertrag läuft auf den Abschluss CQPM hinaus (Paritätischer Befähigungsnachweis der frz. Metall verarbeitenden Industrie), Abschlussmöglichkeiten: „Industrie-Schweißer“ bzw. „Industrie-Kesselbauer“.

Der Abschluss CQPM ist ein eigenständiger Facharbeiterbrief der französischen Metall verarbeitenden Branche UIMM. Dieser Facharbeiterbrief wird in den unterschiedlichsten Berufszweigen angeboten und bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Arbeitnehmer in höchst spezifischen Gewerben auszubilden.

Von insgesamt sieben Bewerbern, die ihren Ausbildungsgang abgeschlossen haben, haben 6 die Schweißerprüfungen absolviert und ihre Schweißergenehmigung erhalten; zwei Bewerber fielen jedoch beim Abschluss des Facharbeiterbriefs CQPM durch. Dennoch wurden alle eingestellt. Der siebte Auszubildende hat sich im Kesselbau spezialisiert und wird demnächst die Facharbeiterprüfung CQPM „Kesselbau“ ablegen.

Die Region Elsass hat die gesamten Kosten für die schulische Ausbildung und Betreuung der Vorab-Qualifikation übernommen. Die Auszubildenden erhielten je nach Status Arbeitslosengeld bzw. eine Zuwendung des frz. nationalen Amtes zur Flur- und Strukturbereinigung landwirtschaftlicher Betriebe (CNASEA).
Die Finanzierung des Ausbildungsvertrags an sich erfolgte durch die paritätische Einrichtung, die die Ausbildungszuwendungen der Unternehmen erhebt, nämlich in unserem Fall die Zweigstelle ADEFIM 67 des GEIQ INDUS ALSACE.
Eine Kofinanzierung der Region ELSASS wurde ebenfalls im Rahmen des Programms FSE II beantragt.
Der Lohn der Bewerber wurde in Vermittlung von INDUS ALSACE durch das Unternehmen getragen.

Die Verleihung der Diplome erfolgt am Freitag, den 28. April 2006 um 18.00 Uhr in den Räumlichkeiten der Firma SOTRALENTZ, die zu diesem Anlass einen kleinen Empfang zum Dank an alle Akteure organisiert, die zum reibungslosen Ablauf des Projekts beigetragen haben.

 
   
 
   
     

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